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Eine Einführung für Eilige, 3. Teil

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Für den Häuslebauer in unserer Region kommt heute i.d.R. nur
eine Lehmbauweise in Frage: der moderne Holzleichtlehmbau.
Dennoch gibt es interessante Beispiele, die auf anderen
Lehmbautechniken beruhen oder als Innovationen eine praktische
Anwendung erst noch vor sich haben. Sie zeigen die großen
Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten der Lehmbauweisen
und sind so auch von allgemeinem Interesse. Um die
einigermaßen verwirrende Vielzahl der Lehmbautechniken
zu überblicken, empfiehlt sich eine Unterscheidung nach
drei Merkmalen:

(1.) Wie werden die Lasten abgetragen? Ein Lehmbauwerk
kann selbsttragende Wände oder ein tragendes
Holzskelett wie z.B. die historischen Fachwerkhäuser
haben. Selbsttragende Lehmwände tragen die Lasten direkt
ab, bei Fachwerkhäusern übernimmt diese Funktion ein
Holzskelett. Moderne Holzskelettbauwerke mit Lehmausfachung
werden auch Lehmständerbauwerke genannt.

(2.) Wie wird der Baustoff eingebracht? Entweder in
Form von Lehmsteinen, oder der Lehm wird in eine
Schalung geschüttet und festgestampft. Beim Bau
mit Lehmsteinen wird der Baustoff vorgeformt, getrocknet
(nicht gebrannt!) und vermauert. Der Lehm kann auch erdfeucht
vermauert werden, wofür er von Hand zu "Broten" oder maschinell
zu Lehmsträngen geformt wird. Dagegen wird der Lehm beim
Lehmstampfbau ungeformt in eine Schalung eingebracht und
anschließend verdichtet. Eine Sonderform des Lehmstampfbaus
ist der Wellerbau, der ohne Schalung auskommt und die Wand
erst nach dem Trocknen glattsticht.

(3.) Wie wird der Baustoff Lehm aufbereitet? In
der Regel als Massivlehm oder als Leichtlehm:
Beim Massivlehmbau wird Lehm so verarbeitet, wie er gefunden
wird, aus konstruktiven Gründen werden oft auch Zuschlagstoffe
wie Steine, Stroh, Zweige zugemischt. Beim Bauen mit Leichtlehm
werden zur Erhöhung der Wärmedämmung größere Mengen porigen
Materials beigefügt. Das können Holzschnitzel, Blähton, Bims
oder Stroh sein. Der Strohanteil wird so bemessen, daß das
Gewicht des Leichtlehms weniger als 1200 kg/m3 beträgt. Die
Leichtlehmbauweise ist eine moderne Technik.

Lehmbautechniken mit selbsttragenden Wänden (siehe Tabelle
in der Veröffentlichung als Buch)

Lehmbautechniken ohne selbsttragende Wände (siehe
Tabelle in der Veröffentlichung als Buch)

Die älteste Lehmbauweise ist der Lehmsteinbau. Aus
geformten und an der Luft getrockneten Lehmsteinen, zuerst
mit Lehm-, später mit Kalkmörtel vermauert, bauten die Menschen
ihre ersten Städte. Wandkonstruktionen aus luftgetrockneten
Lehmziegeln, in Nord-, Mittel- und Südamerika als "Adobe"
bezeichnet, sind noch heute in allen tropischen und
subtropischen Gegenden der Erde verbreitet.

Eine Sonderform des Lehmsteinbaus ist die aus Afrika
entlehnte "Lehmbrote-Bauweise", mit der nach dem Ersten
Weltkrieg im Selbsthilfeverfahren eine Vielzahl von
Wohnhäusern für die Kranken-, Heil- und Fürsorgeanstalten
Bethel in Bielefeld errichtet wurden, die bis heute in
Gebrauch sind. Statt luftgetrockneter Lehmziegel wurden
hier ungetrocknete, feuchte Lehmziegel vermauert. Sie wurden
hergestellt, indem eine Mischung mit relativ geringem
Tonanteil zu etwa 25 x 10 x 10 cm großen "Lehmbroten" mit
allseits runden Kanten geknetet wurde. Diese Ziegel verlegte
man in feuchtem Zustand ohne Mörtel im Mauerwerksverband,
wobei zur Erhöhung der Festigkeit häufig Reisig zwischen die
Schichten gelegt wurde.

Der Lehmstampfbau ist die zweitälteste Lehmbauart,
aber in Deutschland erst seit Ende des 18. Jh. verbreitet.
Als Erfindung der Römer war er in Frankreich und anderen
Ländern des Mittelmeerraumes bis ins ausgehende Mittelalter
verbreitet. Heute wird er meist "Pisé" oder Pisé-Bauweise
genannt, nach dem französischen Wort "piser" = stampfen. Die
in Deutschland bekanntesten und gut erhaltenen Pisé-Gebäude
sind die mehrgeschossigen Wohnhäuser von W.J. Wimpf in
Weilburg/Lahn. Zentren des modernen Lehmstampfbaus sind
Frankreich, die USA, Australien, aber auch Österreich, wo
Martin Rauch Pionierarbeit leistet.

Beim Lehmstampfbau wird Lehm in etwa 10 cm dicken Schichten
in eine Schalung geschüttet und festgestampft. Dafür werden
heute moderne Systemschalungen und Preßluft- oder
Elekrostampfer verwendet. Faserige und steinige Zuschläge
erhöhen die Festigkeit des Lehms.

Die in unseren Breiten jahrhundertelang und bis zur Mitte
des vorigen Jahrhunderts übliche Bauweise - das Holzfachwerk
mit sichtbarem, tragenden Gerüst und mit Lehm ausgefachten F
eldern in Wänden und Decken - ist eine
Lehmständerbauweise. In die Gefache wurden senkrecht
gespaltene, dickere Hölzer eingesetzt und mit biegsamen
Weiden- oder Haselnußruten umflochten. Dieses Flechtwerk
erhielt beidseitig eine Bewurf mit Strohlehm und abschließend
eine geglättete Oberfläche. Bei der sog. Stakung wurden die
gespaltenen Hölzer mit Strohlehmsträngen umwickelt und in
Nuten der Gefache oder Deckenbalken eingeschoben. Die
Gefache konnten aber auch mit in einer Form selbst
produzierten luftgetrockneten Strohlehmsteinen ausgemauert
sein. Vorteilhaft für regenreiche Gebiete war (und ist) der
Fachwerk- und Ständerbau, weil die Lehmarbeiten nach Errichten
des Holzskeletts unter dem gedeckten Dach ausgeführt werden.

Die moderne Leichtlehmbauweise übernahm von der
traditionellen Ständerbauweise zwar das Prinzip des
Holzskeletts mit Lehmausfachung, hat aber heute vollkommen
neue Möglichkeiten. Eine andere moderne Leichtlehmbauweise
beruht auf der Holzelement- oder Holzsystembauweise, bei der
statt des Holzskeletts vorgefertigte Großelemenete aus Holz
verwendet werden (s. dazu z.B. die Beiträge "Lehmbau mit
vorgefertigten Holzelementen" und "Lehmbaustoffe im
Holzsystembau" in diesem Buch). Neu an der modernen
Leichtlehmbauweise gegenüber dem historischen Fachwerkhaus
ist die Verwendung wärmedämmenden Leichtlehms.

Leichtlehm ist nach DIN 18 953 (Vornorm 1956),
Blatt 1, ein Baustoff, der nicht mehr Baulehm enthält,
als zum Umhüllen und Verkleben leichter organischer oder
mineralischer Zuschlagstoffe notwendig ist. Der Baulehm
soll fett oder sehr fett sein. Statt des Baulehms eignet
sich auch aufschlämmbarer Ton. Als organische Zuschlagstoffe
sind alle Arten Stroh von Getreide, Raps, Mohn, Unkräutern
und Gräsern verwendbar. Ebenso eignen sich Spreu,
Flachsschaben, Heidekraut, Fichten- und Kiefernnadeln.
Die faserigen Zuschläge sollen nicht länger sein als die
kürzeste Abmessung des zu produzierenden Bauteils.
Brauchbare mineralische Zuschlagstoffe sind tuffige
(schaumige) natürliche oder künstliche Gesteine oder
Schlacken in beliebigen Mischungen untereinander.

Lehmbautechniken für lastabtragende Außenwände
(siehe Tabelle in der Veröffentlichung als Buch)

Holzleichtlehm ist eine Mischung aus 2/3
Holzhackschnitzel und 1/3 fettem Baulehm. Gemischt wird
in einem Betonmischer. Der Mix hat dem Strohleichtlehm
vergleichbare Eigenschaften. Sein Gewicht (Dichte)
r
beträgt 500-900 kg/m3, der Wärmedurchlaßwiderstand
l
0,14-0,30. Diese Angaben schwanken, da die Dichte von
Lufteinschlüssen und vom Lehmanteil abhängt. Holzleichtlehm
wird dank besserer Verarbeitungsmöglichkeiten als
Strohleichtlehm in den letzten Jahren zunehmend häufiger
verwendet

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für Ausfachungen von Holzständer- und Holzsystembauten,
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als Isolierung zwischen den Sparren und
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als zusätzliche Innendämmung bei der Fachwerksanierung.
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Der Einbau erfolgt in Form vorgefertigter Lehmsteine,
in Schalung geschütteten oder gepumpten und auf die
Unterkonstruktion gespritzten Materials. Holzleichtlehm
kann jeweils direkt auf der Baustelle gemischt oder
vorgemischt bezogen werden.

Das neue Baumaterial geht auf eine alte Erfahrung zurück:
Früher umhüllte man Balkenköpfe in Mauerwerk aus gebrannten
Steinen zur Konservierung mit Lehm. Es war allgemein
bekannt, daß trockener Lehm Holz, Stroh, Heidekraut u.a.
über Jahrhunderte konserviert. Diese Eigenschaft verdankt
Lehm seiner Gleichgewichtsfeuchte von 4,5 %; er hält das
umschlossene Holz jederzeit so trocken, daß es sogar vor
Schädlingsbefall geschützt ist. Von den zahlreichen
westdeutschen Lehmbaubetrieben, die in den letzten Jahren
mit Holzleichtlehm Erfahrungen sammelten, seien Günter zur
Nieden, Architekt in Lübeck, der dieses Verfahren
entwickelt und zum Patent angemeldet hat, genannt
sowie die Firmen Peter Breidenbach, Viersen, und Eider,
Kaiserslautern. Holzleichtlehm ist einfacher als
Strohleichtlehm herzustellen, zudem sackt er kaum.
Er benötigt weniger Anmachwasser, wodurch sich die
Trockenzeiten verkürzen. Anders als bei Strohleichtlehm
besteht keinerlei Gefahr, daß sich Holzleichtlehm bei
schlechter Trocknung zu Humus zersetzt. Allerdings fehlt
ihm die vorteilhafte "verfilzte" Struktur.

Mineralleichtlehm hat den Vorteil, daß er in
die Schalung gepumpt werden kann und überhaupt nicht
nachsackt. Doch dürfte sein Wärmedurchlaßwiderstand
ungünstiger sein, zudem sind die Zuschläge Blähton
oder Bims keine nachwachsenden Rohstoffe, sie verbrauchen
bei ihrer Herstellung viel Energie und sind teurer.

Moderne Holzleichtlehmfüllung in Holzständerwerk
(Mitte), zwischen Schalbrettern eingebracht (siehe
Abb. in der Veröffentlichung als Buch)

Holzleichtlehm hat eine Zusammensetzung von
etwa 2/3 Holzhackschnitzel, 1/3 fettem Baulehm und
Anmachwasser. Bei rindenhaltigen Hackschnitzeln muß
Borax zugegeben werden. Hackschnitzel bezieht man aus
der Knickholzpflege oder von Sägewerken. Besser zu
verarbeiten sind Hackschnitzel aus der holzverarbeitenden
Industrie, weil sie rindenfrei und trocken sind.
Allerdings dürfen sie nicht verunreinigt sein, was bei
größeren Werken zumeist nicht der Fall ist. Nicht zu
empfehlen, weil zu faserig, sind Hackschnitzel aus
Recyclinganlagen.

Der Lehm klebt die Holzteilchen im Holzleichtlehm
zusammen, die damit eine ähnliche Funktion wie das
Mineralgerüst beim Massivlehm bekommen. Dementsprechend
sollen die unterschiedlichen Formen und Größen der
Holzschnitzel ähnlich einer Sieblinie verteilt sein.
Übliche Abmessungen sind 4/4/2 cm, bei größeren
Wanddicken sind auch kleine Aststücke und Holzscheite
sinnvoll. Lufteinschlüsse sind begrenzt erwünscht, jedoch
ist stets die Winddichtigkeit zu beachten.

Gegenüber Strohleichtlehm lassen sich mit
Holzhackschnitzeln nur Leichtlehme mit Rohdichten ab
500 kg/m3 herstellen. Da Holz bereits eine Rohdichte
von ca. 600 kg/m3 hat, Lehm aber von ca. 2000 kg/m3,
muß eine Mischung mit 500 kg/m3 viele Hohlräume
enthalten.

Die Herstellung von Holzleichtlehm auf der
Baustelle erfolgt, indem fetter Baulehm aus der Grube
oder als vorgefertigte Sackware im Freifallmischer oder
in der Rührtonne zu einer dickflüssigen Brühe gemischt
wird. Zur Zerkleinerung des Grubenlehms werden einige
faustgroße Steine hinzugegeben. Die gut gemischte Lehmbrühe
wird nach und nach mit trockenen und möglichst
rindenfreien Holzhackschnitzeln im bauüblichen
Trommelmischer zu einer schüttfähigen, erdfeuchten
Masse verarbeitet. Ob die gewünschte Güte erreicht ist,
zeigt eine einfache Probe: bei möglichst geringem
Lehmanteil soll sich eine faustgroße Kugel formen lassen,
die nicht auseinanderfällt.

Beim Einbau des Holzleichtlehms in die vorbereitete
Schalung ist durch Stochern und leichtes Stampfen eine gute
Verfüllung anzustreben. Ein kraftvolles Stampfen wie bei
Strohleichtlehm ist nicht nötig. Mischen, Transport und
Einbringen der Masse entsprechen bekannten Methoden des
Betonbaus; es ist alles verwendbar, was an Eimern, Karren,
Kübelwagen, Schüttbomben u.ä. vorhanden ist. Die
Einarbeitungszeiten sind deshalb gering, alle Erfahrungen
aus Kalkulation und Technologie gleichfalls gut
anwendbar.

Konstruktiv sind das tragende Holzskelett und die
Schalung zwei wichtige Faktoren, die sich auf die Baukosten
auswirken. Vieles ist möglich - von der verlorenen Schalung
bis zu ausgetüftelten Schalungssystemen. Zur Frage des
Schalungssystems gibt es im Betonbau wie in der klassischen
Lehmbauliteratur unzählige Vorschläge, und alle
Ausführungen sind variierbar und kombinierbar. Für
die Verwendung verlorener Schalung liegen folgende
Erfahrungen für gute Putzuntergründe vor:

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Holzwolleleichtbauplatten,
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Schalung auf Abstand (minderwertige Schalhölzer, 2/5 bis 2/10 cm mit ca. 5 cm Abstand) und
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aufgerollte, dünne Schilfrohrmatten (Breidenbach).
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Da der Holzleichtlehm keine Lasten abträgt und die Mischung
von pflanzlichen Faserstoffen und Lehm unter Hinweis auf
die historischen Techniken als bekannte Bauweise angesehen
wird, ist das Genehmigungsverfahren unproblematisch.
In puncto Brandschutz ist Holzleichtlehm dem
Strohleichtlehm vergleichbar (F 30 B bei Ausfachung
entsprechend DIN 4102, Teil 10), der
Wärmedurchlaßwiderstand wird der Rohdichte entsprechend
nach der bei Volhard1 abgedruckten Tabelle
angegeben.

Die Preise für die Rohmaterialien des
Holzleichtlehms sind sehr niedrig; Kosten entstehen
hauptsächlich durch Transporte. Im Berliner Raum müssen
veranschlagt werden:

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nicht aufbereiteter Grubenlehm:
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ca. 20-50 DM/m3
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Holzhackschnitzel:
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10-30 DM/m3
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fertige Mischung ab Werk:
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ca. 150 DM/m3 netto
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fertige Mischung eingebaut:
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ca. 200-300 DM/m3
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Die ökologischen und baubiologischen Vorteile des Lehms
bleiben im Holzleichtlehm voll erhalten. Der
Energieverbrauch, abhängig von Transport und
Lehmaufbereitung, ist mit 5-15 kWh/m3 gegenüber
anderen Baustoffen sehr gering. Eine spätere Entsorgung
entfällt, da Holzleichtlehm wiederverwendbar oder
kompostierbar ist. Die tragende Holzkonstruktion sollte
allerdings so ausgelegt werden, daß spätere Umbauten und
die Demontage erleichtert werden.

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Was noch zu tun ist

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Dem Lehmbau mangelt es zur Zeit noch an kontinuierlicher
Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Sie kann nicht von den
bestehenden Lehmbaubetrieben geleistet oder gefördert
werden. Dazu sind sie ökonomisch nicht in der Lage. Aber
es sind erste Anfänge gemacht, und zweifellos eröffnet
sich hier ein Feld für wirtschaftsunabhängige staatliche
Stellen oder umweltbezogene Stiftungen, sobald deutlich
gemacht werden kann, daß die Nachfrage den Einsatz von
Forschungsmitteln rechtfertigt. Andere Länder - in Europa
z.B. Frankreich - gehen hier mit gutem Beispiel voran.
Für die Belebung und Weiterentwicklung des Lehmbaus in
Deutschland werden Untersuchungen gebraucht, z.B. zur

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Wärmeleitfähigkeit des Lehms oder von Lehmbaustoffen,
aber auch zu anderen technischen Grunddaten,
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Verbesserung der "Kornverteilung" der Zuschlagsstoffe,
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Zugabe von Verflüssigern, um Anmachwasser und damit Trockenzeiten zu reduzieren,
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Entwicklung von Mischungen, mit denen Vorprodukte
wie Leichtlehmsteine hergestellt werden können,
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Zusammensetzung von Mischungen, die gute Eignung
zum Pumpen und Spritzen haben,
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Beschaffenheit des Lehmbauwerke-Bestands in der Region
Berlin/Brandenburg anzustellen, damit vorhandene
Baudenkmale erkannt, katalogisiert und für eine
kostengünstige fachgerechte Wiederherstellung zur
modernen Nutzung erschlossen werden können.
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Anmerkung

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1 |
Volhard, F.: Leichtlehmbau. 5. Aufl. 1995, S. 149

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